31. Oktober 2026

Neun Winterschuhe, die ich gerade gut finde

Ein Freund hat mich gefragt, welche Winterschuhe er sich kaufen soll. Er wollte etwas für die Stadt und für den Spielplatz: Matsch, Streusalz, nasses Pflaster und langes Rumstehen am Klettergerüst. Ich habe ihm neun Paare aufgeschrieben. Weil sich die Frage gerade viele stellen, teile ich sie hier. Eingeschätzt habe ich die Schuhe nach Material, Sohle und Herstellerangaben, nicht im Labor. Und ich sage bei jedem dazu, was ich selbst davon halte.

Wenn es nur ein Paar sein soll, dann der Timberland Heritage Mid Lace Up GTX in Schwarz, Glattleder mit Gore-Tex, 199,99 €. Wasserdicht dank Membran, Stollensohle aus Gummi, und das Glattleder lässt sich einfach abwischen. Ein warmes Futter hat er nicht, bei Frost also Wollsocken drunter, und der Schaft ist eher niedrig, bei tiefem Schnee kommt was rein. Ich finde ihn richtig cool. Er sieht nicht so klobig aus, den kannst du auch abends zum Essen anziehen: ein schickerer Winterschuh, ohne dass er super winterlich ausschaut.

Bequemer ist der Birkenstock Prescott, in Oliv, Braun oder Schwarz, geöltes Nubukleder, 240 €. Vorne hat er eine Gummikappe, die beim Knien und Kicken schützt, dazu eine griffige Stollensohle und ein sehr bequemes Fußbett für lange Tage. Laut Hersteller ist er wetterfest, aber nicht wasserdicht, vor dem ersten Tragen also imprägnieren. Etwas niedriger gibt es ihn als Prescott Low.

Ebenfalls von Birkenstock: der Jackson in Schwarz, Nubuk- und Wildleder, 220 €. Kräftige Wanderschuh-Sohle, gewachste Nähte, und Schwarz verzeiht Dreck. Auch er ist nur wasserabweisend, nicht wasserdicht, und fällt laut Kundenbewertungen klein aus, eher eine Nummer größer nehmen. Finde ich cool. Mit der Schnürung vielleicht ein bisschen zu trendig, aber an sich top.

Schnell an und aus

Chelsea Boots sind das Gegenteil von Schnüren: rein, raus, fertig. Der Birkenstock Highwood Chelsea in Schwarz, Glattleder, 190 €, ist ein classy Boot, aber etwas rougher und nicht so schick wie viele andere Chelsea Boots. Das Glattleder wischt sich ab. Ein Futter hat er nicht, und zum Wasserschutz macht der Hersteller keine Angabe.

Genauso cool finde ich den Dr. Martens 2976 Chelsea in Schwarz, Glattleder, rahmengenäht, 199,99 €. Ein Klassiker, der rougher ist als die meisten Chelsea Boots, hält ewig und ist pflegeleicht. Zwei Dinge muss man wissen: Die Sohle wird bei Kälte hart und rutscht auf Eis, und ein Futter gibt es nicht. Den Klassiker gibt es in vielen Läden.

Für richtige Matschtage lohnt sich zusätzlich ein günstiger Gummistiefel. Der Barbour Ridge Welly in Dunkelbraun, knöchelhoch, 99,89 €, ist komplett dicht: nach dem Spielplatz abspülen, fertig. Gummi wird allerdings kalt und man schwitzt darin, deshalb eher ein Zweitpaar für Regen und Matsch. Klar, nicht ideal für jeden Tag. Aber gerade mit Kind darfst du Gummistiefel auch bei Nieselregen anziehen.

Für trockene Tage

Wildleder sieht gut aus, mag aber keinen Matsch und kein Salz. Der UGG Neumel Moc in Chestnut, Veloursleder mit Wollplüsch-Futter, 189,99 €, ist mit seinen 10 mm Wollplüsch mit Abstand der wärmste Schuh hier. Velours und nicht wasserdicht, Matsch und Salz hinterlassen Ränder. Trotzdem finde ich ihn cool: ein lässiger Winterschuh für trockene Tage, wenn es nicht regnet und kein Tiefschnee liegt.

Der Clarks Originals Torview in Sand, Wildleder, Halbschuh, 129,99 €, ist bequem und hat ein Lederfutter. Er hält weder warm noch trocken und hat keinen guten Grip, das sehe ich auch. Ein Halbschuh in hellem Wildleder sieht nach einer Woche Sandkasten und Salz alt aus. Finde ihn aber trotzdem cool.

Und dann der Red Wing Moc Toe 8208 in Rosa, Rauleder, rahmengenäht, 379 €. Von der Farbe her richtig geil, mal was anderes. Sehr gut verarbeitet und lässt sich neu besohlen. Die Keilsohle rutscht auf nassem Pflaster und Eis, Rauleder saugt Salz auf, und er ist der teuerste Schuh der Liste. Es gibt natürlich auch klassischere Red Wings in normalem Leder.

Wenn du unsicher bist, was zu deinem Stil passt, komm gern im Atelier vorbei.

Preise laut Shop, Stand Ende Oktober 2026. Das kann sich schnell ändern. An den Links verdiene ich nichts.

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